Erlebnisreiche Wanderungen , wandern in Nordrach ,im Schwarzwald , botanische Kostbarkeiten


Auswirkungen Sturm Lothar.
Sturm Lothar , vor 17 Jahren
Sturm Lothar , der stärkste Orkan in Süddeutschland , hatte gewaltige Auswirkungen auf Natur und Landschaft. Man kann auch davon ausgehen , daß es Auswirkungen auf das Klima gibt . Besonders auf das Mikroklima .
Viele blanke Hänge , süd - südwest ausgerichtet sind in ihrem Microklima wesendlich wärmer und trockener  . Läßt sich durch veränderte Fauna - und Florahabitat ersehen. Trockenklima , Heidelandschaften . aufkommende , lockere Birken - Vogelbeerwäldchen.  Heidekraut , Heidelbeere , Preiselbeere.  Kleinstaudenfluren bestimmen das Landschaftsbild. Auf steinigen , sandigen Böden entwickelt sich lockeres Gebüsch . Auf den sandigen , auch teilweise anmoorige Hochflächen entsteht eine Hochstaudenflur , heute schon durchsetzt von Gebüsch .

In der Fauna stellen wir fest , daß es besonders in der Vogel- und Insektenwelt etliche Neuerscheinungen gibt .

Oft sieht man streichende Rotmilane über der Moos. Schwarzspechte kann man öfters beobachten. Das reiche Beerenangebot kommt natürlich auch der Auerhahnpopulation zugute. Die Schmetterlingswelt ist bemerkenswert . Oft kann man den Russischen Bär (spanische Flagge) , Tagpfauenauge , Weißlinge , Bläulinge , Schwalbenschwanz , in den Teichen und Tiertränken auf der Moos Vierfleckliebelle  usw . beobachten.

Auf sandigen Wegehängen , Sand - und Grusböden findet man eine reiche Käferfauna . Bemerkenswert das reiche Vorkommen der Bockkäferarten . Wildbienen, Schmetterlinge und Hummeln finden sich verstärkt ein . Es ist auch ein überreiches Angebot an Nahrung vorhanden , besonders durch die blühenden Staudenfluren . Durch das viele Totholz in den aufwachsenden Wäldern , finden einige Ameisenarten und Käfer reichlich Nahrung und Nestbauten. Baumpize sind weit verbreitet.

Mit fast 100 ha ist der Bannwald "Siedigkopf" und das Vogelschutzgebiet auf der Moos , Auerhahnschutzgebiet , Sielmannstiftung  , Grund hier was zu entwickeln.
Die Forstbehörden werden kein Stein in den Weg legen.!!!

Historisch gesehen , hat die Moos und angrenzende Gebiete schon viel durchleiden müßen,

Kurzer Abriss der Geschichte der Moos.

Das Moosgebiet , ein gewaltiger Gebirgsrücken , angrenzend an das Nordrach - Rench - Kinzigtal , war schon immer Besiedlungsgebiet . Zwei keltische Kultstätten , aufgelassene Glashütten und Bauernhöfe , Reste von Bergbau , zeugen davon.

Auch in der Literatur finden es seinen Niederschlag: Simplizimus , Grimmelshausen .
Natürlich auch bei Hansjakob.

Die Moos wurde wahrscheinlich erst ab dem 13 Jh. intensiv besiedelt und wirtschaftlich genutzt.
Eine Urkunde 12 Jh .weißt auf eine Sägmühl , Flößerei und einen starken Windwurf hin . In den nachfolgenden Jahrhunderten nahmen Glasfabrik , Bergbau  , Harzerei, Waldweide , Einstreu rechen , stark überhand. Die Wälder wurden großflächig abgeholtz , dezimiert , in Weide umgewandelt . Sehr arme Sandsteinböden konnten sich schlecht erholen .

Abholzungen  nach dem 1 und 2 Weltkrieg










Nur mal so als Hinweis .
Der Gemeindewald Ohlsbach hatte aufgrund eines ausgeglichenen Wald-Wild-Verhältnisses schon vor dem Sturm hohe Naturverjüngungsvorräte unter dem Altholz. Dies ermöglichte, dass rund 60 Prozent bei der Wiederbewaldung durch Naturverjüngung entstanden sind. 40 Prozent mussten gepflanzt werden. Insgesamt wurden 140.000 Pflanzen für die Wiederaufforstung aufgewendet, davon 36 Prozent für Nadelbäume und 64 Prozent für Laubbäume.

Auf Vorschlag der FVA wurde der Bannwald „Riesenwald“ mit 60 ha ausgewiesen. Mit der Bannwaldausweisung wurde ein wissenschaftlich begleitetes Forschungsprojekt (Sturmfläche) geschaffen. Die Gemeinde erhielt auf der Grundlage einer forst- und naturschutzfachlichen Bewertung Ökopunkte gutgeschrieben.

Urheberrechte : Ortenaukreis





















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