Erlebnisreiche Wanderungen , wandern in Nordrach ,im Schwarzwald , botanische Kostbarkeiten

Nordrach, ein kleines Dorf im mittleren Schwarzwald.


Günstig gelegen zwischen 300-900m ü.M. Mildes nebelfreies Klima. Seit vielen Jahren staatlich anerkannter Luftkurort. Die Gemarkung besteht zu 80% aus Wald.

Viele gekennzeichnete Wanderweg, etwa insgesamt 300km, laden zu gemütlichen


Spaziergängen bis zu strammen Tages- märschen ein. Der Höhenweg  rund um Nordrach“ Länge zwischen 20-35km, je nach Einstieg und Abstieg ist relativ eben und erfordert nur beim Aufstieg ein gewisses Quantum an Kondition.


Rundwanderungen aller erdenklichen Längen und Schwierigkeitsgraden sind auf unserer Gemarkung möglich. Viele abwechslungsreiche Wälder und Landschaftsbilder sind zu erleben. Im vorderen Teil unseres Tales überwiegen Buchen-Eichenwälder, Mischwälder, im hinteren Teil des Tales bis zu 900 Höhenmeter sind die typischen Fichten-Tannenwälder landschaftsprägend. Durch diese gemischte Waldstruktur ist auch die Fauna und Flora sehr reichhaltig durchmischt. Vom Auerhahn, viele andere Vogelarten,Wildschwein, Reh, Fuchs, Dachs usw. über seltene Vertreter der Flora wie viele Orchisarten, Akelei, Kornblumen, Pestwurz, seltene Moose und Farne ist viel zu entdecken und zu bestaunen. Auch Freunde der Pilze,wie Pfifferling, Steinpilz, Sandmarone, Semmelstoppelpilz, Krause Glucke usw. kommen auf ihre Kosten.


Sturm "Lothar"


Am 23.12.1999 tobte der Sturm Lothar über Frankreich und Süddeutschland. Spitzengeschwindigkeiten bis 240 st/km übertrafen alles bis her erlebte. Auf der Gemarkung Nordrach , mit am stärksten betroffen, warf der Sturm etwa eine halbe Million Festmeter Holz nieder.


Am stärksten betroffen waren die gesamte Ostwand des Tales ,hauptsächlich Gemeindewald, und die Höhenzüge der Moos,Forst des Landes B-Württemberg. Um diese riesigen Mengen an Holz zu lagern, entstanden überall überdimensionale Naß und - Trockenlager.

Gengenbach, das größte im Schwarzwald, 600 000 Festmeter Holz.


Regelrecht blackgefegt sind die Bergwand des Täschenkopfes bis zum Neuherrschaftswald, die Vorhöhenzüge ab der Stollengrundhütte bis zum Rosbendunnen. Mit am stärksten betroffen ist das gesamte Gebiet der Moos ab der Kornebene.

Schwaibach, Reichenbach sind jeweils die Osthänge blank gefegt.


Am Pfaffenbacher Eck , Richtung Spitztannenberg hat es einen 200 jährigen Eichenwald , durchmischt mit Buchen , völlig umgelegt.


Am Osthang des Reichenbachs wurden großflächig auch 150 jährige Buchenbestände vernichtet.


Rund um den Mooskopf wurden hunderte von Hektar blankgefegt . Die dadurch entstandenen Freiflächen bieten jetzt natürlich hervorragende Fernausblicke.


Ellsass , Rheintal, Süd-und Nordschwarzwald liegen vor einem und man kann kilometerweit wandern und diese Ausblicke geniessen. Überwältigend.!!


Die ökologischen Auswirkungen dieser großflächigen Windwürfe wird sich natürlich erst in ein paar Jahren zeigen.


Erste Gefahr sind die Hochwassergefahr mit einhergehender Erosion.


Weiträumig wurden auf den Freiflächen, durch den massiven Einsatz von schwerstem Arbeitsgeräten wurde der Waldboden verdichtet , regelrechte kleine Schluchten in das Gelände gezogen.


Am gesamten Wegenetzes des betroffenen Gebietes wurde das gesamte Wasserabführungssyste zerstört.


Sollte ein ähnlich schweres Gewitter, wie 1995 , über die Moos ziehen, würde das schweres Hochwasser und Erosion ,einhergehen mit Schlammlawinen und Erdrutschen.


Die Erosion hat sich auch bei normalem Regen verstärkt.


Eine Aufforstung des Gebietes erscheint aus Kostengründen nicht möglich.


Dadurch wird sich der Nachwuchs aus bestehenden Jungpflanzen durchsetzen.


An exponierten Lagen, stark sonnenbeschienen, Trockenböden, Sandböden usw wird sich eine neue Flora entwickeln.


Genauere und regelmäßige Beobachtung werden in den nächsten Jahren neue Erkenntnisse in Bezug auf die Eigendynamik der Flora der betroffenen Gebiete , bringen.


Durch eine durchdachte Waldpflege in Zukunft, können auch wieder naturnahe Wälder entstehen.Vogelarten, wie Auerhahn, Specht usw werden neue Lebensräume finden.


Auch in der Flora werden sich neue Lebensgemeinschaft bilden.


Dieses zu beobachten und zu dokumentieren bedarf vieler Jahre.


Insgesamt gesehen hat diese Sturmkatastrophe auch positive Seiten für den Schwarzwald und den Tourismus.


Phantastische Fernsichten, sich neu entwickelnde Waldgesellschaften und -strukturen, Neubildung von Lebensgemeinschaften in Fauna und Kleinflora.


Felsgruppen, besonders in den Höhenlagen prägen unser Landschaftbild mit. Viele kleine Nebentäler mit ihren kleinen Bächen sind typisch für diese Gegend des Schwarzwaldes. In den Wäldern sind viele kleine Schluchten zu entdecken.


Ein besonderer Reiz dieser Mittelgebirgslandschaft sind die zahlreichen freien, landwirtschaftlich genutzten Hochflächen, die auch besonders reizvolle Ausblicke auf die weitere Umgebung zulassen.


In unserer Umgebung gibt es noch viele erhaltene alte Waldbewirtschaftungsformen.


Plenderwald, Eichbosch (wurde angelegt, um durch Stockaustrieb und immer wieder durch regelmäßige Abholzung zu der begehrten Gerberlohe und zu Brennholz zu gelangen. Die Äste und Laub wurden verbrannt um anschließend in die Asche Getreide zu säen.), Südhänge oft mit meridiamen Gewächsen und Gepräge.


Fotografieren


Zu allen Jahreszeiten bieten sich bei uns im Tal und seiner Umgebung herrliche


Motive.


Ausblicke von den Höhen des Schwarzwaldes, über die Rheinebene bis zu den Vogesen, besonders im Herbst, gehören schon zu den besonderen Höhepunkte eines Wanderer und Fotografen.

Kurzer Geschichtsabriß:


Aus historischer Frühzeit sind in unsere Gemarkung wenig Erdzeugen vorhanden. Erwähnenswert sind zwei teilerforschte Zeugen, wahrscheinlich aus keltischer Zeit.


Der Heidenstein, eine dolmenartige Kultstätte mit Sofa, Opferstein, Grabdolme,


Blutschale.


Der Spitztannberg (in der Nähe das sogenannte Heideneck), eine Schanze,wahrscheinlich zu kultischen Zwecken. In der Mitte der rhombischen Schanze ein künstlicher Hügel. Zweck unbekannt. Weiterführende Forschungen werden darüber noch Aufschluß geben.


1139 Ersterwähnung in einer Urkunde von Papst Innozenc II


Beginn der Besiedlung der Höhenzüge um das Dorf um 1200


Ruinen der im 19Jh. aufgelassenen Höhenhöfe sind noch erhaltenDer um 1690 begonnene Aufbau einer kleinen Glasindustrie führte auch zur verstärkten Besiedlung des hinteren Teiles des Nordrachtales. Die Ruinen der aufgelassenen zwei Glashütten sind noch mit großen Grundmauern zu sehen. Der Fund vieler Ton- und Glasresten ist noch möglich.


Im 30 jährigen Krieg hatte das Dorf sehr stark unter den Durchzügen vieler Heesresgruppen zu leiden. Auch führte dieser Krieg und seine vielen nachfolgenden europäischen Auseinandersetzungen bis nach 1740 zu einem starken Befestigungsbau rund um unser Tal. Die heute noch deutlichen Spuren dieser Befestigungen umfassen allein auf unserer Gemarkung eine Strecke von über 15 km. Die gesamte Befestigungsanlagen im Schwarzwald wird auf bestimmt über 300 km Länge geschätzt. Zu sehen sind Redouten, Geschützstellungen, Sternschanzen,


Viereckschanzen, Ruhelager, 3-4 fach Wall-Grabenanlagen, usw. Die Anlagen sind in der Regel als Erdanlagen angelegt und deutlich im Gelände verfolgbar. Viele alte Bauernhöfe zeugen noch vom Reichtum früherer Jahrhunderte, entstanden durch Waldbewirtschaftung, Flößerei und Handwerk.


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